Gespräche unter Sterblichen

Lasst uns mal über den Tod reden.

Über Tod, über Bestattung, über Verlust. Wir brauchen als Gesellschaft und als Individuum eine professionelle, aber niedrigschwellige Wissensvermittlung zum Thema Tod und Bestattung und gleichzeitig die Möglichkeit und die Einladung, in einen geschützten Wissensraum eintreten und mit Bestatter:innen in Kontakt kommen zu können, bevor der Ernstfall eintritt. Wir wollen in einem ungezwungenen und offenen Setting über Bestattungsthemen sprechen oder einfach zuhören.

Für einen informierteren, entspannteren Umgang mit der eigenen Sterblichkeit.

Das möchten wir ermöglichen. Wir sind Anja und Juliana, und wir führen Gespräche unter Sterblichen.

Termine

Kick-Off-Veranstaltung am
29. und 30. Mai 2026
bei faarwel Bestattungen, Lange Reihe 115, 20099 Hamburg

Freitag, 29.05. um 19 Uhr:
Lesebühnenabend plus Bestatterinnen-Q&A
Eintritt kostenlos, Spendenurne geht rum

Samstag, 30.05. von 10 bis 14 Uhr:
Vorsorge-Workshop „Vollmachten – Bestattung – Nachlass“
Teilnahmegebühr: 40€ (begrenzte Plätze)
Wir bitten um verbindliche Anmeldung
über kontakt@faarwel-bestattungen.de

Helga rauchte im Bett, als sich im Sessel in der Ecke des kleinen Hospizzimmers etwas regte; es war ihre Schwester Steffi, die aus einem Nickerchen erwachte. Steffi räusperte sich, rieb sich die Augen, blickte hinüber zu Helga und atmete tief aus.
„Bist noch nicht tot“, stellte Steffi fest.
„Nee“, bestätigte Helga, und schob ihr den Teller mit einem Stück Donauwelle rüber.

Aus: Kuchen und Kippen von Juliana Socher

Wer wir sind
Foto der Autorinnen
Juliana und Anja

Anja Nitschke ist Kommunikations- und Projektmanagerin. Als ihr Vater starb, begann sie, sich intensiv mit allen Themen rund um den Tod auseinanderzusetzen und erkannte, wie wenig sie selbst und die meisten Menschen darüber wissen. Die Rechte, Pflichten und Möglichkeiten als bestattungspflichtige Angehörige kennen viele nicht. Ihre Mission ist, der Angst vor dem unvermeidlichen Ereignis mit Wissensvermittlung und Empowerment zu begegnen.
» Workshopleitung, Lesung
www.kreiswaerts.de

Juliana Socher ist Autorin für Kurzgeschichten und Bühnentexte und hat vor vier Jahren in ihrer Heimatstadt Pirna das „Literarische Komplott”, die erste Lesebühne der Stadt mitbegründet. Sie organisiert und veranstaltet literarische Veranstaltungen, Schreibwerkstätten und Workshops und bringt auch selbst jeden Monat neue Texte auf die Bühne. In ihrem Schreiben beschäftigt sie sich mit allem, was zum Wundern einlädt; auch der Tod fällt in diese Kategorie.
» künstlerische Leitung der Lesebühne
@Instagram | www.julianaerzaehlt.de

Wie es dazu kam: 2024 organisierte das Literarische Komplott anlässlich des Welthospiztages einen Lesebühnenabend zum Thema Sterben-Tod-Erinnern; sowohl Anja, als auch Juliana trugen Texte auf der Bühne vor. Der Abend übertraf all unsere Erwartungen: Es war nicht nur die meistbesuchte Lesebühnenveranstaltung bisher, sondern brachte auch das Publikum aktiv ins Gespräch. Die Resonanz war so positiv, dass bei uns der Gedanke entstand: Warum sprechen wir nicht öfters künstlerisch-literarisch über den Tod – und schlagen damit eine Brücke zur Vorsorge, die sonst nicht nur im gesellschaftlichen, sondern vor allem auch im persönlichen Gespräch mit Freund:innen und Familie viel zu kurz kommt?

Zwischen die Blaubeerzweige haben Baldachinspinnen komplexe, strudelförmige Netze auf mehreren Ebenen gewebt. Alles ist mit allem verbunden. Meine Gedanken bleiben in den Netzen hängen und Verbindungsfäden stellen Kontakt zu meinen Vorfahren her.
Mein Vater hat Blaubeeren geliebt.
Ein Trauermantel schwebt über den Weg, er setzt sich auf einen wärmenden Sonnenfleck und breitet seine rötlich überhauchten schwarzen Flügel aus, deren weiße Ränder wie Rüschen eines Unterrockes wirken.

Aus: Blaubeeren von Anja Nitschke

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